#31Fleischlos – Die ersten Tage

Den ganzen Mai ohne totes Tier? ….  Warum das denn? Schmeckt doch so gut! 

1.5.19
Spinat, Kartoffeln, Rührei – wer sich bei dieser Kombination in seine Kindheit zurückversetzt fühlt, dem geht es wie mir. Allerdings gab es zu meiner Zeit niemals Blattspinat ohne den „Blupp“ (und wenn ich es mir genau überlege, wahrscheinlich auch niemals ohne die bekannte Marke … und da wundere ich mich noch, warum Werbung bei mir wirkt!), doch von der bekannten Rahmpampe soll in der Gegenwart nichts mehr auf meinem Teller landen. Irgendwann habe ich mich in meiner Jugend so daran satt gegessen, dass ich auch heute noch Captain Iglo und Verona Feldbusch in einem selbstgedrehten Remake von „Der Exorzist“ mit einem frischen Strahl aus meinem Mund daraus bedecken würde, sollte man mich zwingen, die „Blupp“-Variante des Spinats nochmals zu inhalieren.

2.5.19
Ich habe einmal gelesen, dass die Rügenwalder Mühle zwischenzeitlich ein Top Player in Sachen Veggie-Food ist, da sie früh genug in den Markt eingestiegen sind. Ihr wisst schon: Damals, als beispielsweise das Wort „vegan“ noch so unbekannt war, dass man es für ein Schimpfwort hielt (also im Gegensatz zu heute, wo man weiß, dass es das eigentlich ist). Das von Stiftung Warentest 2016 getestete und für „mangelhaft“ bewertete vegetarische Schnitzel wanderte auf jeden Fall am zweiten Veggietag in meinen Magen. Ich war positiv überrascht, dass der Geschmack wirklich an ein echtes Schnitzel erinnert und auch die Konsistenz nicht sonderlich unangenehm ist. Gemeinsam mit ebenfalls am Abend vorher vorgekochtem Reis und Gemüse (Frosta Fertigpfanne, man gönnt sich ja sonst nichts) war das ein wirklich sättigendes Mittagessen.

Abends verwöhnte meine schlechtere Hälfte mich mit Spinat-Fetakäse-Blätterteigtaschen, die auf der einen Seite dafür sorgten, dass mir Fleisch von Anfang an nicht fehlte, der auf der anderen Seite allerdings meinen Kalorienhaushalt zerschoss wie [ …hier x-beliebigen USA-Highschool-Attentäter des Monats einsetzen und mit einer geschmacklose Erwähnung von Mitschülern und/oder Lehrern abschließen… ].

3.5.19
Die Reste vom gestrigen Abendessen zogen sich dank Überangebot noch auf das Frühstück und das Mittagessen. Danach noch übrig gebliebenes wanderte zu Gunsten eines frischen Tomaten-Mozarella-Salats am Abend in den „Mein Gott, die dritte Welt könnte davon eine Woche lang leben„-Behälter in die Küche..

4.5.19
Wer braucht ein gesundes Abendessen, wenn Mutter nach Ihrem Bodensee-Urlaub auf dem Rückweg kurz zu Besuch kommt, um ihren Enkelsohn zu sehen (nur wegen Ihrem Sohn würde Sie die kurze Strecke vermutlich bereits seit Ewigkeiten nicht mehr zurücklegen) und dabei aus Einback-/Eierweck-Teig bestehende „Mäusschen“ von einem wirklich grandiosen Bäcker aus Langenargen mitbringt? Und wenn wir gerade bei Backwaren sind, die Figuren-Form erhalten um aus irgendeinem Grund ansprechender zu sein: Liebe Bäcker, warum zum Teufel eigentlich immer Rosinen als Augen? Ich bin bisher nicht einer Person begegnet, die mit „Wow! Geil! Rosinen!“ reagiert hätte…

Entdeckung des Tages: Peperoni-Mix gefüllt mit Frischkäsecreme von der „ja!“-Discountermarke aus dem Anti-Discounter-Apothekenpreis-Supermarkt rewe.

 

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